November, ab 18 Uhr, Alt-Katholische Friedenskirche, Essen
herzlich willkommen zu einem Konzertabend in der Alt-Katholischen Friedenskirche in Essen. In organum begegnet das Gemeinschaftliche unterschiedlichen Zugängen zum Instrument Orgel.
In der Installation Harmonielehre von Simon Rummel wird die Funktionsweise einer Orgel dekonstruiert. Harmonielehre ist ein akustisches Kaleidoskop, das mikrotonale Harmonien und Übergänge erzeugt. Durch das Betätigen einer Kurbel, die von drei Publikumsmitgliedern bedient wird, lässt sich die Länge von bis zu zwölf Orgelpfeifen zyklisch verändern. Der Tonumfang jeder Pfeife kann innerhalb bestimmter Grenzen angepasst werden. Ein Getriebe mit austauschbaren Zahnrädern sorgt dafür, dass die Geschwindigkeiten, mit denen sich die einzelnen Pfeifen verändern, in ganzzahligen Verhältnissen zueinander stehen.
Im Anschluss präsentieren Shuoxin Tan und Jun-Y Ciao ein neues Stück für Orgel und Saxophon. In ihren Kompositionen und Performances arbeiten sie mit feinen, leisen Klängen, die sich der Stille annähern. Dabei integrieren sie die akustischen Eigenschaften des Raums, verschleiern dadurch Klangquellen und spielen mit der Ortbarkeit des Klangs.
Zum Abschluss gestaltet die Komponistin und Organistin Eva-Maria Houben ein Orgelkonzert. Ihre Musik arbeitet mit langsamen, gehaltenen Strukturen und leisen Klängen, die zum kontemplativen Zuhören einladen. Dabei blendet sie die Umgebung nicht aus, sondern integriert sie in die Hörerfahrung.
Gestaltung von Theo Voerste. organum ist 2026 Teil des Projektes "Zentral im Quartier", ein Projekt im Rahmen des Programms Kreativ.Quartiere Ruhr, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und umgesetzt vom Regionalverband Ruhr.
ADM,
(/)
Workshop mit Lucie Nezri, 14. & 15. November, Neue Musik Zentrale
Nezri's Workshop konzentriert sich auf das Hören, Diskutieren und/oder Spielen elektroakustischer Musik und Klangexperimente, bei denen die Stimmung und computergenerierte oder algorithmische Prozesse im Mittelpunkt stehen. In ihrem Workshop werden die inneren Zusammenhänge von Werken vorstellen, die sie aufgeführt und genau analysiert hat, darunter Stücke von C. Lamb & C. C. Hennix, sowie eigene Werke. Der Workshop beleuchtet verschiedene Ansätze zur rational gestimmten Musik und untersucht deren konzeptionelle Grundlagen. Unter Betonung einer undogmatischen und integrativen Perspektive sind die Teilnehmer:innen eingeladen, ihre eigenen Fragen, Stücke und Klangexperimente mitzubringen. Das Format umfasst gemeinsames Zuhören, offene Diskussionen und kurze informelle Einzelgespräche. Der Workshop findet auf Englisch statt.
Zur Anmeldung bitte eine kurze E-Mail an info@gnm.ruhr senden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Foto von Marija Rasa Kudabaite.
Lucie Nezri ist eine Komponistin, Forscherin und Performerin aus Hyères, Frankreich. Nezri fühlt sich zu Abstraktion, Einfachheit und „Nichtwissen” hingezogen. Ihre Arbeit verbindet verschiedene Kontexte und Disziplinen aus den Bereichen Musikkomposition, Stimmtheorie, Musikwissenschaft, Informatik und manchmal auch Choreografie. Seit 2022-2023 ist Nezri wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sonologie und Koordinatorin des Festivals Echonance in Amsterdam. Sie lebt zwischen Berlin und Den Haag.
Die Workshop Reihe ist 2026 Teil des Projektes "Zentral im Quartier", ein Projekt im Rahmen des Programms Kreativ.Quartiere Ruhr, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und umgesetzt vom Regionalverband Ruhr.
ADM,
Wurzeln und Flügel
November 2026, 19 Uhr, Forum für Kunst und Architektur, Essen
In "Wurzeln und Flügel" stellt das in Essen ansässige Peripherie Quartett zeitgenössische Kammermusik aus der Ruhrgebietsregion Werken aus der eigenen Ensemblebiographie gegenüber.
Anlass dazu ist die Uraufführung eines Werkes von Günter Steinke, der das Ensemble während seiner Zeit als Professor an der Folkwang Universität der Künste als Lehrer und Mentor begleitete und der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag feiert. Umrahmt wird sein Werk von Stücken, die ebenfalls eng mit dem Werdegang der vier jungen Musiker zusammenhängen: Stücke von Wegbegleiter:innen und Schlüsselwerke des zeitgenössischen Repertoires für Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello.
So entstehen Einblicke in die experimentierfreudige und lebendige Neue Musikszene des Ruhrgebiets. Mit Werken von etablierten Komponist:innen wie Günter Steinke und Carola Bauckholt sowie jungen Musikschaffenden wie Jiaying He und Hao Zou. Eintritt 10€.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der GNMR e.V. Gefördert von der Kunststiftung NRW, dem Musikfonds und der Sparkasse Essen.
Die GNMR verschickt ein bis zwei Mal im Monat einen E-Mail-Newsletter mit Informationen zu Veranstaltungen und weiteren Initiativen des Vereins. Er kann hier abonniert und jederzeit abbestellt werden.