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Aktuelles

GNMR Residenzen 2026

Nils Mosh und Amit Buium sind unsere diesjährigen Residenzler*innen!

Im Rahmen der Residenz (Klangkunst) untersucht Nils Mosh per field recordings zusammen mit dem Fotograf Daniel Chatard in dem Langzeitprojekt „Equator of Inequality“ die sozioökonomische Fragmentierung des Ruhrgebiets entlang der Autobahn A40. Für die Zeit in der Neuen Musik Zentrale wird Mosh das umfangreiche Archiv aus seinen field recordings und narrativen Interviews kuratieren und kompositorisch aufarbeiten. Aus den selektierten Geräuschen wird er ein samplebasiertes Instrument bauen, bei dem die Fotografien Daniel Chatards für Besuchende interaktiv spielbar werden. Da mehrere Klangquellen gleichzeitig aktiviert werden können, entsteht ein unvorhersehbarer, vielschichtiger Dialog zwischen den Besuchenden. Die Installation wird so zum sozialen Raum, der zur Diskussion über urbane Ungleichheit anregt.

Foto von Sofia Brandes

Nils Mosh ist ein Field Recordist und Klangkünstler, 1983 in der Nähe von Essen geboren. Seine künstlerische Praxis, die an der Schnittstelle von Dokumentation, Wissenschaft und Kunst angesiedelt ist, umfasst oft langfristige Projekte, die die akustische Umgebung seiner lokalen Umgebung untersuchen. Mosh dokumentiert akribisch das Zusammenspiel von Strukturen, Menschen und anderen Tieren, wobei er besonderes Ohrenmerk auf subtile gesellschaftliche und akustische Phänomene legt, die beim alltäglichen Hören oft verpasst werden.

Im Rahmen der Residenz (multimediale Komposition) untersucht Amit Buium Geschlechtsangleichung als ein langsamer Prozess der physischen, sozialen und spirituellen Bewegung von Entfremdung hin zu Zugehörigkeit. Das entstehende Stück erforscht den transformierenden Körper unter dem Einfluss geschlechtsangleichender Maßnahmen, die damit einhergehenden körperlichen Empfindungen und die sich stetig weiterentwickelnde Verbindung zwischen Körper und Geist.

Foto von Eden Chen

Amit Buium, geboren 1998 in Israel, ist eine in Köln lebende Musikerin. Sie begann ihre musikalische Laufbahn als Gitarristin und Songwriterin und veröffentlicht seit ihrem 17. Lebensjahr Musik unter dem Alias Cherry Coloured. Sie studierte Komposition an der Jerusalem Academy of Music and Dance bei Talia Amar und Amnon Wolman und begann 2025 ihr Studium der Instrumentale Komposition an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Klasse von Brigitta Muntendorf und Oxana Omelchuk. Sie war in verschiedenen musikalischen Projekten aktiv, darunter das experimentelle Singer-Songwriter-Trio Omek Ha'Aruba, die Post-Hardcore-Band ITAKO und diverse Free-Improvisationsprojekte.

Die Residenzen sind Teil des Projektes "Zentral im Quartier", ein Projekt im Rahmen des Programms Kreativ.Quartiere Ruhr, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und umgesetzt vom Regionalverband Ruhr.

treff14 mit Owen Gardner

Samstag 6. Juni, 19 Uhr, Neue Musik Zentrale

Owen Gardner ist ein US-amerikanischer Gitarrist, Komponist und elektronischer Musiker. Als Mitbegründer der international renommierten Band Horse Lords prägt er seit über einer Dekade die zeitgenössische experimentelle Musikszene. Seine Arbeit wird von den generativen Spannungen zwischen experimentellen und traditionellen Ansätzen geleitet und bewegt sich dabei an den Schnittstellen von Minimalismus, Improvisation und mikrotonaler Musik. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Anwendung von Just Intonation Stimmungssystemen, einem alten Stimmungssystem, das auf einfachen mathematischen Prinzipien basiert und mit dem physikalischen Mechanismus des Hörens selbst zusammenhängt. Dieses System nutzt er als Ausgangspunkt für kompositorische Innovationen und performative Experimente. Dafür nutzt er unter anderem seine modifizierte Gitarre, die mit dem speziell angefertigten Griffbrett erlaubt in reiner Stimmung zu spielen. Seine künstlerische Praxis umfasst neben seiner Band Horse Lords Soloarbeiten, Ensembleprojekte sowie interdisziplinäre Kollaborationen in Europa und den USA. Gardner lebt und arbeitet zwischen Baltimore und Berlin. Seit 2025 betreibt er das experimentelle Musik-Label OMA editions.

Arkin kocht Mercimek Köftesi (Türkische Linsen Frikadellen) und Obstsalat.

Eintritt frei.

treff ist eine veranstaltungsreihe der GNMR e.V.. gestaltung von ericka manuel. kuration theo voerste.
treff wird gefördert vom Kulturamt Essen

Stephanie Castonguay | Blaues Rauschen Festival 2026

  1. Juni, 20:45, Neue Musik Zentrale

Foto von Charlotte Bonin

Elektronische Medien wirken oft immateriell. Tatsächlich bestehen sie jedoch aus Ressourcen, Oberflächen und mechanischen Prozessen. Stephanie Castonguay arbeitet genau in diesem Spannungsfeld. Für „soft_cuts“ hat sie eine ungewöhnliche Installation entwickelt, die aus umgebauten Plattenspielern besteht, die mit Playmobil-Elementen erweitert und mit zusätzlichen Tonarmen ausgestattet wurden.

Castonguay verlagert damit den Fokus auf das Klangobjekt. Nicht die Abstraktion des Klangs steht im Vordergrund, sondern seine materielle Entstehung. Rille, Nadel und Oberfläche werden zum eigentlichen musikalischen Ereignis. Mit dieser Rückbesinnung auf die physische Dimension des Klangs reiht sich ihre Arbeit in aktuelle Tendenzen der experimentellen Klangkunst ein, in denen Geräte, Materialien und Prozesse selbst zu Instrumenten werden.

Mehr Infos und Tickets hier.

Stephanie Castonguays Performance wird vom Büro der Regierung von Québec in Deutschland unterstützt.

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